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Bioplastik

Vor ein paar Wochen haben wir über die „Unbeliebten Waldbewohner“ geschrieben. Unter diesen waren viele Produkte aus Kunststoff. Plastiktüten, Windeln, Becher – das alles braucht hunderte von Jahren, bis es sich zersetzt. Mancher von uns denkt, mit dem Kauf von Produkten, die in „Bio-Plastik“ verpackt sind, könnte er dies umgehen. Aber weit gefehlt: Auch Kunststoffe aus Mais – oder Erbsenstärke brauchen unter natürlichen Bedingungen fast genauso lange, bis sie sich zersetzt haben wie „normale“ Kunststoffe. Deshalb ist auch die Entsorgung dieser Produkte in der Biomülltonne oder die Verwendung von Mülltüten aus „Bioplastik“ wenig sinnvoll. „Bioplastik“, der in der Biotonne landet, muss aufwändig aussortiert werden, damit er hinterher verbrannt werden kann. Biologisch abbaubare Verpackungen, die im gelben Sack landen, können nicht einmal recycelt werden – d.h. die hierfür verwendeten Ressourcen gehen verloren, werden allenfalls „thermisch“ verwertet. Das ist zudem eine massive Energieverschwendung, denn das, was an Energie bei der Produktion aufgewendet wird, kann bei der „Verwertung“ nicht in gleichem Maße freigesetzt werden. Das ist nicht „Bio“, sondern Verschwendung!