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Regenwasserrückhaltung

Starkregen wie zuletzt Anfang Juni ist ein zunehmendes Problem bei gleichzeitig immer höheren Anteilen an versiegelten Böden. Nicht nur, dass jede Auffahrt, jeder Weg heute gepflastert ist - auch die Folien unter den Schottergärten verhindern, dass Niederschlagswasser in den Boden eindringen kann. Das Wasser fließt in die Kanalisation und belastet Kläranlagen und Bäche. Da, wo es dringend gebraucht wird – im Grundwasserschatz – kommt es nicht an. Würde man das Wasser in Zisternen sammeln, könnte es für die Toilettenspülung oder  Gartenbewässerung  dienen – stattdessen wird hochwertiges Trinkwasser für solche Zwecke ver(sch)wendet. Dabei ist es so einfach, das bei einem Starkregen anfallende Wasser zurückzuhalten, um es zeitverzögert abzugeben oder im besten Falle im Haushalt zu nutzen. Dachbegrünungen zum Beispiel funktionieren wie ein Schwamm. Sie nehmen anfallendes Niederschlagswasser auf und geben es nach und nach wieder ab. Durch den verzögerten Wasserablauf entlasten sie die Kanalisation während der Abflußspitzen und ermöglichen eine stetige Verdunstung. Dadurch verbessern sie auch das Kleinklima vor Ort. Je nach Art ihres Aufbaus können Dachbegrünungen 40 bis 99 % des Jahresniederschlags aufnehmen um ihn dann nach und nach über Verdunstung wieder freizugeben.

 


Frage & Antwort

Wie lange hält ein Gründach?

Vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik wird die Lebensdauer eines Gründaches auf 40 Jahre geschätzt. Es sind Beispiele in Deutschland bekannt, die bereits 100 Jahre alt sind.