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Aussichtsplattform Basaltsee Forst - Förderprojekt

Errichtung einer Aussichtsplattform in der Gemeinde Forst
in Verbindung mit einem geologischem Lehrpfad im NSG „Haardtrand – Am Bechsteinkopf“

Die Gemeinde Forst beabsichtigte, auf einer Teilflache im Bereich eines ehemaligen, zwischenzeitlich renaturierten Basaltbruchs eine Aussichtsplattform mit Informationstafeln zu errichten, um dieses besondere Biotop innerhalb des Naturschutzgebietes „Haardtrand - Am Bechsteinkopf" für die Besucher erlebbar zu machen. Das vorgenannte Projekt wurde in enger Abstimmung mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde, der Basalt AG Kirn als vormaliger Betreiber des Steinbruchs sowie dem Landesamt für Geologie und Bergbau Mainz und der Forstbehörde erarbeitet. Der Steinbruch liegt unmittelbar im Bereich eines gut frequentierten Wanderwegenetzes und ist aufgrund der Steilkanten durch eine Zaunanlage gesichert, die aber auch den Blick auf den Steinbruch behindert. Immer wieder ist festzustellen, dass Beschädigungen an der Zaunanlage entstehen, da Besucher versuchen, einen Blick auf die Steinbruchkante und auf die tiefer gelegene Wasserfläche zu erhalten. Die umgesetzte Maßnahme dient daher der gezielten Besucherlenkung und soll vor allem das Bewusstsein für den an dieser Stelle entstandenen Naturlebensraum und das Ökosystem stärken.
Durch die Maßnahme sollen daher insbesondere Wanderer aller Altersklassen als Zielgruppe angesprochen werden. Hierbei soll vor allem verdeutlicht werden, dass man sich innerhalb eines geschützten Naturraumes bewegt und daher auch im eigenen Verhalten eine besondere Rücksicht auf diesen Bereich zu nehmen ist.

Die Plattform wurde am 17.6.2024 offiziell im Rahmen einer kleinen Veranstaltung eingeweiht. Man kann schon jetzt sagen, dass die Plattform von Besuchern und Wanderern des Naturschutzgebietes gut angenommen wird. Nach erfolgter Umsetzung der geplanten Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass hierdurch das unbefugte Beschädigen und Durchdringen der Zaunanlage zum Basaltbruch hinfällig und auch das Missachten des Wegegebotes in diesem Bereich deutlich verringert wird, was insgesamt dem Schutzzweck des Naturschutzgebietes zugutekommt.

Durch die geplante Aussichtsplattform, die in einem Abstand von ca. 7,5 m zur Steinbruchkante mit einer Standhöhe des Betrachters von ca. 2 m in Holzbauweise geplant ist, soll den Besuchern der ungehinderte Blick auf den Steinbruch und die am Fuß des Steinbruchs befindliche Wasserfläche ermöglicht werden. Das Naturerleben wird dadurch vereinfacht ohne in das Ökosystem des „Basaltsees“ einzugreifen oder dieses zu stören.
Die ergänzend aufgestellten Informationstafeln entlang des Waldwegs vom Wanderparkplatz dienen der gezielten Besucherlenkung, um ein Verlassen der Wege zu verhindern. Ebenso führt der Inhalt der Tafeln insbesondere zu einer Stärkung des Bewusstseins für das einzigartige Ökosystem und die Besonderheiten des Naturschutzgebietes, aber auch wird ein Einblick auf den historischen Abbau des Basalts in der Vergangenheit und die geologischen Besonderheiten in diesem Bereich gegeben.
Für die Gestaltung der Tafeln wurde eigens ein umweltpädagogisches Konzept ausgearbeitet, welches so gestaltet und aufgebaut ist, dass Menschen aller Altersgruppen mit und ohne Einschränkungen angesprochen werden.
Bei der Umsetzung des Projekts waren neben zahlreichen Behörden ein Ingenieurbüro für die Planung und Bemessung der Plattform, zwei Baufirmen, der Bauhof und eine Firma für den Druck der Informationstafeln beteiligt. Das Projekt stieß ohne Ausnahme bei allen Beteiligten auf hohe Zustimmung und daraus ergab sich ein erfreuliches Engagement das Projekt schnell und erfolgreich umzusetzen.

Förderung

Dieses Projekt wurde durch die STIFTUNG NATUR UND UMWELT RHEINLAND-PFALZ und der BINGO! Die Umweltlotterie VON LOTTO finanziell gefördert.

BINGO!
Die Umweltlotterie
VON LOTTO
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STIFTUNG
NATUR UND UMWELT
RHEINLAND-PFALZ

 

Übersicht der 10 Informationstafeln: