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Tel: 06326/977-0
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Klimaschutzkonzept Stadt Deidesheim & Gemeinde Niederkirchen

 

Klimaschutz geht jeden an...

Klimaschutz geht jeden an und ist keine Frage des Alters, des Vermögens oder der Bildung. Schon kleinste Maßnahmen im eigenen Umfeld können dazu beitragen, dass die Umwelt geschont und Ressourcen eingespart werden können. Aktiver Klimaschutz ist ein weites Feld – und wirklich jeder kann etwas dazu beitragen. Manchmal bedarf es allerdings des Blicks von außen, um notwendige oder sinnvolle Maßnahmen zu erkennen und umsetzen zu können.

In der Verbandsgemeinde Deidesheim haben sich deshalb die Räte der Stadt Deidesheim und der Gemeinde Niederkirchen im Jahr 2012 dazu entschlossen, ein Integriertes Klimaschutzkonzept mit drei Teilkonzepten zu den Themen „Klimaschutz in gemeindeeigenen Liegenschaften", „Erschließung Erneuerbarer-Energien-Potentiale" und „Integrierte Wärmenutzung" erarbeiten zu lassen. Die Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, das im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative die Mittel bereitstellt, wurden Ende des Jahres 2012 genehmigt.

Im Juni 2013 trafen sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, der Bürgermeister der Stadt Deidesheim, der Ortsbürgermeister der Gemeinde Niederkirchen sowie Mitarbeiter der Verwaltung und der Stadtwerke mit Mitarbeitern des betreuenden Institutes, um das Auftaktgespräch zum Klimaschutzkonzept zu führen. Dabei wurde zunächst eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die – ähnlich einem Steuerungskreis – zunächst die Vorgehensweise festlegte. Im ersten Treffen wurde u.a. geklärt, welcher Art die Workshops sein sollten, um möglichst viele Interessengruppen beteiligen zu können. Ziel sollte sein, die Beteiligten für den Klimaschutz zuhause, am Arbeitsplatz, in den Schulen, Kindergärten, öffentlichen Einrichtungen zu motivieren und durch die Weitergabe von Informationen aus diesen Bereichen Multiplikatorwirkung zu erzielen. Neben der Nutzung von Ökostrom kann jeder Einzelne auf viele Arten dazu beitragen, CO2-Emissionen zu reduzieren. Ob bei der Wahl des Verkehrsmittels, bei der Dämmung des Eigenheims, der Erneuerung der Heizungsanlage oder bei der Umstellung der Beleuchtungsmittel (z.B. LED-Lampen) – ein jeder kann aktiv werden. Klimaschutz fängt zuhause an – und dazu gibt es viele kreative Möglichkeiten. In den Workshops wurde darüber gesprochen.

Zuvor wurden aber in der Verbandsgemeindeverwaltung und der Stadtwerke Daten erfasst, die dem bearbeitenden Büro Grundlageninformationen über die Situation vor Ort liefern sollten. Auf deren Basis sowie auf Basis von Vor-Ort-Erhebungen, wie z.B. einer Begehung der gemeindeeigenen Liegenschaften, wurden Maßnahmen erarbeitet und in einem Konzept zusammengefasst, inwiefern durch z.B. Nutzung erneuerbarer Energien, eine „integrierte Wärmenutzung" in Wohnhäusern oder ähnlichen Maßnahmen in Deidesheim und Niederkirchen eine CO2-Ersparnis erreicht werden kann.

Im August 2013 traf sich erneut die Projektgruppe zum Klimaschutzkonzept. Nachdem von der Verwaltung im Juni Grundlagenmaterial zusammengetragen worden war, konnte die Transferstelle Bingen als beratendes Büro schon die ersten überschlägigen Ergebnisse präsentieren. Mit den Workshops zum Thema „Klimaschutz in Bildungseinrichtungen", „Energieeffizienz in Gewerbe und Industrie" sowie „Erneuerbare Energien und Energieversorgung" wurde noch weiter in das Thema Klimaschutz eingestiegen. Dazu wurden jeweils Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen eingeladen, so z.B. zum Workshop „Klimaschutz in Bildungseinrichtungen" Mitarbeiter der Schulen, Kindergärten, der VHS und des Jugendtreffs.

Anfang September 2013 wurden die Mitglieder der Projektgruppe des Weiteren über die Ergebnisse der Begehung öffentlicher Gebäude informiert, die Ende August 2013 stattfand. Dabei waren Mitarbeiter der Transferstelle sowie der Verwaltung in den Rathäusern Deidesheims und Niederkirchen, in Kindergärten, Sporthallen und der Stadthalle unterwegs, um sich über deren Ausstattung bzgl. Heizung, Fenster, Dämmung etc. zu informieren und daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Auch diese Erkenntnisse flossen in die Textfassung des Klimaschutzkonzeptes und den Maßnahmenkatalog ein.

Auch der Workshop „Klimaschutz in Bildungseinrichtungen" wurde im September 2013 durchgeführt. Eingeladen waren dazu Mitarbeiter der Kindergärten in Deidesheim und Niederkirchen, der IGS, der Grundschulen Deidesheim und Niederkirchen, der Volkshochschule und des Jugendtreffs, die als Multiplikatoren fungieren und die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse in ihrem Arbeitsalltag umsetzen sollen.

Ende Oktober 2013 fand der nächste Workshop im Rahmen des gemeinsamen Klimaschutzkonzepts statt. Gemeinsam mit Akteuren aus dem Bereich Handwerk, Planung und Energieberatung diskutierten die Mitarbeiter der Transferstelle Bingen und der Verwaltung zum Thema „Energieeinsparungspotenziale in Wohngebäuden aktivieren". Fragen nach Kosteneinsparungspotenzialen durch Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen an Wohngebäuden werden oft gestellt. Besonders in Bezug auf ältere Gebäude, die teilweise auch unter Denkmalschutz stehen, spielt das Geld meist eine große Rolle. Aber gerade für diese Gebäude ist die Bedeutung der energetischen Wohnraumsanierung auch besonders groß. Bestehende Gebäude benötigen etwa dreimal so viel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Durch fachgerechte Sanierungsmaßnahmen und Modernisierung der Gebäudetechnik könnten bis zu 80 % des Energiebedarfs von Gebäuden eingespart werden, dabei werden im allgemeinen aber nur 32 % der möglichen Einsparungspotenziale genutzt. Grund dafür ist oftmals das fehlende Wissen in Bezug auf optimale Wärmesanierung sowie in Bezug auf das Amortisationspotenzial von Wärmesanierungsmaßnahmen.

Am 06.11.2013 fand dann der Workshop zum Thema „Energieeffizienz im Gewerbe. Dazu wurden insbesondere Gewerbetreibende aus den Bereichen Handel, Hotellerie/Gastronomie und Handwerk eingeladen um die Möglichkeiten zur CO2-Einsparung und zur besseren Energieeffizienz zu diskutieren.

Eine Woche später traf sich die verwaltungsinterne Projektgruppe; an das Gespräch schloss sich ein Expertengespräch an, in dem mit Vertretern der Winzerschaft, der Forstwirtschaft, der Stadtwerke und der VG-Werke über das Potential für die Nutzung Erneuerbarer Energien in Deidesheim und Niederkirchen gesprochen wurde.

Die Arbeiten am Klimaschutzkonzept wurden zum Ende des Jahres 2013 abgeschlossen. In einer gemeinsamen Sitzung des Stadtrates Deidesheim und des Gemeinderates Niederkirchen am 26.11.2013 wurde über die Festsetzung eines Klimaschutzziels diskutiert und über folgenden Beschlussvorschlag abgestimmt :
Der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts und der drei Klimaschutzteilkonzepte „Integrierte Wärmenutzung", „Erschließung der Erneuerbaren-Energien-Potentiale" und „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften" der Stadt Deidesheim und der Gemeinde Niederkirchen wird unter Wahrung seiner Intention zugestimmt. Dies bedeutet, dass einzelne, insbesondere mit Kosten verbundene Maßnahmen weiterer Zustimmung durch die Gremien bedürfen.

Um der Wahrung der Intention des Klimaschutzkonzeptes in der Umsetzung Geltung zu geben, beschließen der Rat der Stadt Deidesheim und der Gemeinderat Niederkirchen das durch die Projektgruppe des Klimaschutzkonzepts erarbeitete Klimaschutzziel für die Stadt Deidesheim und die Gemeinde Niederkirchen:
Reduzierung der Emission von klimarelevanten Schadgasen (CO2-Äquivalenten) in der Summe aus allen Handlungsfeldern des Klimaschutzkonzepts, um mindestens 23% im Jahr 2025, bezogen auf das Bilanzjahr des Klimaschutzkonzepts 2012.

Weiter beschließt der Rat, dass die bestehende Projektgruppe des Klimaschutzkonzepts weiter mit dessen Umsetzung betraut wird und den zuständigen Gremien regelmäßig berichtet."

Dieser Antrag wurde mit 7 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen.

Am 28.01.2014 fand in der Mehrzweckhalle Niederkirchen (Bürgersaal) die gemeinsame Bürgerversammlung statt, in der die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten den Bürgern noch einmal dargestellt wurden. Dazu luden die Bürgermeister über das Amtsblatt und die Homepage alle interessierten Bürger ein.

Nach der Bürgerversammlung wurde die Endfassung des Klimaschutzkonzeptes erarbeitet, redigiert und letztlich zum 30.06.2014 dem Projektträger Jülich, der im Auftrag der Bundesregierung solche Klimaschutzkonzepte prüft, vorgelegt. Das Konzept wurde ohne Beanstandungen genehmigt, die zugesagten Fördermittel in vollem Umfang überwiesen. 

Projektverantwortlicher in Bezug auf das gemeinsame Klimaschutzkonzept der Stadt Deidesheim und der Gemeinde Niederkirchen ist Stadtbürgermeister Manfred Dörr, Telefon 06326 6140

Asprechpartner bei der Verwaltung ist Frau Breuer, Fachbereich Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen, Zimmer 1.6, Telefon 06326 977 133

Parallel zum Klimaschutzkonzept wurde in der Verbandsgemeinde Deidesheim im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 die erste Phase der Energiekarawane der Metropolregion Rhein-Neckar durchgeführt. Sie startete im November in der Ortsgemeinde Meckenheim und ihr Weg hat sie über Ruppertsberg und Forst in die Stadt Deidesheim und die Ortsgemeinde Niederkirchen geführt. Sie wird als Ergänzung zum Klimaschutzkonzept gesehen und bot interessierten Bürgern die Möglichkeit, einen kostenlosen Informationstermin bei einem Energieberater in Anspruch zu nehmen.

Am Dienstag, dem 01.04.2014, fand die Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Energiekarawane Deidesheim und Niederkirchen statt. Die mitarbeitenden Energieberater sowie die Vertreter der Energieagentur des Landes und der Energieeffizienzagentur der Metropolregion stellten dar, welche Vorteile eine Beratung im Rahmen der Energiekarawane mit sich bringt. Insbesondere der Vortrag einer Mitarbeiterin der Energieagentur machte deutlich, dass es auch kleine Veränderungen in den Haushalten sein können, die eine große Wirkung auf den Energieverbrauch haben. So wurde u.a. ein Beispiel für eine Komplettsanierung eines Siedlungshäuschens aus den Fünfziger Jahren gezeigt, wo durch die Kopplung verschiedener Maßnahmen – von der Dämmung über den Heizungsaustausch bis zur Nutzung „intelligenter System" - eine Energieersparnis von rund 80% erzielt wurde.

Ein Großteil der Gebäude in der Bundesrepublik stammt aus den Jahren zwischen 1949 und 1978. Gerade diese Gebäude machen einen großen Teil des Gesamtenergieverbrauchs aus, da sie vor dem Erlass der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut wurden. Insbesondere Eigentümer dieser Gebäude sollten sich durch die Energiekarawane angesprochen fühlen und dadurch die Möglichkeit erhalten, eine kostenlose Erstberatung durch einen Energieberater in Anspruch nehmen zu können, in dem ihnen aufgezeigt wird, was an ihrem Haus machbar und sinnvoll ist. Die Teilnahme an der Energiekarawane der Metropolregion ist für jeden Hausbesitzer möglich und verpflichtet zu nichts – sie soll helfen, die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen und unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Die Folgen eines übermäßigen Energieverbrauchs kennen wir doch alle – sie werden uns jeden Tag in den Nachrichten dargestellt: Klimawandel, die Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern, bei deren Erschließung die Landschaften zerstört werden, die Suche nach neuen Energieformen, deren Auswirkungen auf den Menschen und seine Umwelt noch nicht absehbar sind.

Mittlerweile ist die Beratungsphase innerhalb der Verbandsgemeinde Deidesheim zwar längst abgeschlossen, jedoch sollen In einem zweiten Schritt im Frühjahr 2015 alle Haushalte, die das Angebot für eine kostenlose Energieberatung in Anspruch genommen haben, angeschrieben und zu ihren Erfahrungen und Aktivitäten im Nachgang zur Energieberatung befragt werden. Damit soll eine Erfolgskontrolle für das Projekt erzielt werden. Auch hierbei hoffen wir auf eine gute Mitarbeite von Seiten der Bürgerschaft.

Ansprechpartner bei der Verwaltung ist Frau Lill, Fachbereich Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen, Zimmer 1.2, Telefon 06326 977 130 für die Ortsgemeinden Forst, Meckenheim, Ruppertsberg sowie Frau Breuer, Fachbereich Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen, Zimmer 1.6, Telefon 06326 977 133 für die Stadt Deidesheim und die Gemeinde Niederkirchen.



Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.klimaschutz.de/

 

 

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